Der Ofen, mit dem alles begann

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Sven-Olof Janson war ein hart arbeitender Mann. Bereits in jungen Jahren gründete er die Firma, die sich in den kommenden Jahrzehnten von einer kleinen Werkstatt im schwedischen Halmstad zu einem globalen Unternehmen entwickeln sollte. Heute ist Tylö eine von Experten auf der ganzen Welt anerkannte Saunamarke. Die Reise begann 1951, als ein finnischer Konsul in Schweden Janson bat, einen effizienteren und kostengünstigeren Saunaofen zu entwerfen, als der Markt damals zu bieten hatte.

first heater and modern heater

Der erste Saunaofen von Tylö, der noch voll funktionstüchtig war, als er 35 Jahre nach dem ersten Gebrauch ausgewechselt wurde. Die Qualität ist geblieben. Das Design hat sich zum Glück gewandelt.

Intelligente Werbung als treibende Kraft
Nachdem sich Tylö auf dem Freizeitmarkt etabliert hatte, nahm die Entwicklung richtig Fahrt auf, als mit kreativer Werbung gearbeitet wurde, um ein breiteres Publikum auf die Saunamarke aufmerksam zu machen. 1960 trugen die in Malmö ansässige Werbeagentur C17 und ihr visionärer Eigentümer Bertil Pennman maßgeblich dazu bei, Tylö zu einer bekannten Marke aufzubauen, indem sie mithilfe von Geschichten, praktischen Anleitungen und der Einbeziehung von Prominenten, die die Vorteile des Saunierens anpriesen, für die Sauna warben.

tylöblogHumor, Anleitungen für Heimwerker und (noch) halbwegs bedeckte Models trieben Tylös allgemeine Popularität voran.

Technologie und (zu viel?) Haut
In den 1960er-Jahren war Tylö auf dem Weg, sich zu einer Sauna-Supermacht zu entwickeln. In den Saunaöfen kamen mehrere technische Erfindungen zum Einsatz, die Anwenderfreundlichkeit und Komfort gleichermaßen erhöhten. In den 1960er-Jahren wurde ein integrierter Timer eingeführt. Außerdem kamen in dieser Zeit Steinbehälter als Neuerung hinzu, die die extrem langlebigen Heizelemente umgaben. Später in diesem Jahrzehnt zeigten die Werbeanzeigen von Tylö nackte Menschen beim Saunieren. Laut Sven-Olof Janson war das die natürliche und einzig richtige Art, eine Sauna zu genießen. Dies wurde von der Öffentlichkeit unterschiedlich aufgenommen, da die Anzeigen in Veröffentlichungen erschienen, die sich oft an Familien richteten. Einige Zeitschriften, Boulevardblätter und Zeitungen reagierten mit dem Verbot von Tylö-Anzeigen.Skärmavbild 2019-05-15 kl. 10.29.00Produktwerbung mit nackter Haut kam in den 1960er-Jahren bei der Öffentlichkeit (in manchen Fällen) nicht so gut an.

Der gescheiterte Spion
In den 1970er-Jahren erlebte die Marke Tylö ein exponentielles Wachstum und lieferte sich ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen mit seinem Konkurrenten Bacho, den jedoch die neueste Erfindung von Tylö in die Knie zwingen sollte. Hierbei handelte es sich um eine neue firmeneigene Technologie, die für die automatische Abschaltung des Ofens sorgte, falls versehentlich ein Fremdkörper oder etwas Brennbares darauf abgelegt wurde. Tylö engagierte Studenten von der Handelshochschule Göteborg, die den innovativen neuen Ofen bei Tylö-Händlern im ganzen Land vorstellen sollten. Mit all dem Wissen über die neue Technologie kam einer der Studenten auf die Idee, das Konzept dem Konkurrenten Bacho zur Verfügung zu stellen. Dieses Manöver war jedoch nicht von Erfolg gekrönt. Bacho fand es unmoralisch, den Wettbewerb mit Mitteln der Spionage auszutragen, und übergab den Spion der Polizei. Kurze Zeit später zog sich das Unternehmen dann ganz aus dem Saunageschäft zurück.

tylöblogg_2-1Industriespionage in der Saunabranche war in den 1970er-Jahren eine heiße Neuigkeit.

Erweiterung des Portfolios
In den späten 1970er-Jahren brachte Tylö vorgefertigte Duschkabinen auf den Markt und folgte damit dem Trend weg vom Baden hin zum Duschen. Eine kühlende Dusche zwischen und nach den Saunagängen war und ist ein natürlicher Bestandteil eines Saunabesuchs, und gefördert durch eine erfolgreiche Werbekampagne eroberten die Duschen den Markt im Sturm. In den frühen 1980er-Jahren entwickelte Tylö außerdem seine erste Generation von Dampfgeneratoren, um der steigenden Marktnachfrage gerecht zu werden. Dank der langjährigen Erfahrung in der Herstellung von Saunakabinen samt der zugehörigen Technik wie Steuergeräten war es möglich, komplette Dampfkabinen-Innenausstattungen aus geformtem Kunststoff mit integrierten Sitzen schnell zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.

Skärmavbild 2019-05-15 kl. 11.02.07Erfolgreiche Werbung, die die vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten in den Vordergrund stellte, brachte den Absatz der Duschkabinen von Tylö in Schwung.

Erweiterung des Portfolios
In den späten 1970er-Jahren brachte Tylö vorgefertigte Duschkabinen auf den Markt und folgte damit dem Trend weg vom Baden hin zum Duschen. Eine kühlende Dusche zwischen und nach den Saunagängen war und ist ein natürlicher Bestandteil eines Saunabesuchs, und gefördert durch eine erfolgreiche Werbekampagne eroberten die Duschen den Markt im Sturm. In den frühen 1980er-Jahren entwickelte Tylö außerdem seine erste Generation von Dampfgeneratoren, um der steigenden Marktnachfrage gerecht zu werden. Dank der langjährigen Erfahrung in der Herstellung von Saunakabinen samt der zugehörigen Technik wie Steuergeräten war es möglich, komplette Dampfkabinen-Innenausstattungen aus geformtem Kunststoff mit integrierten Sitzen schnell zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.

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