Neues Forschungslabor zur Untersuchung der Wirkungen des Saunabadens

Gesundheit

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Dass Saunieren das Wohlbefinden steigert, ist uns schon seit Langem klar. Aber inzwischen interessiert sich auch die Forschung immer mehr für die positiven gesundheitlichen Auswirkungen von Wärme, und nun ist an der Technischen Universität in Luleå ein spezielles Saunalabor geplant. 

Das Forschungsprojekt soll im Herbst 2018 beginnen, und einer der Beteiligten ist Hans Hägglund, Dozent in Medizin und Chefarzt an der Universitätsklinik in Uppsala.

„Ich hoffe, dass kommenden Herbst die ersten Versuche mit freiwilligen gesunden Menschen durchgeführt werden“, sagt Hans Hägglund in einem Interview mit P4 Kalmar.

Er möchte unter anderem untersuchen, ob Saunieren körperlich beeinträchtigten oder älteren Menschen helfen kann, denen es an Kraft und Energie fehlt, um Sport zu treiben. Es gibt bereits eine Reihe von Studien, die zeigen, dass Saunieren das Herz stärken kann, und jetzt möchten Hans Hägglund und seine Kollegen herausfinden, was genau im Körper passiert. Bisher wurde Menschen mit Herzinsuffizienz zum Beispiel meist vom Saunieren abgeraten. Laut Hans Hägglund ist es jedoch Zeit umzudenken: Vielmehr könnten Menschen mit Herzschwäche von der „Gefäßgymnastik“ profitieren, die durch regelmäßige Saunabesuche bewirkt wird.

„Saunieren stärkt die Herzfunktion, sodass der Herzmuskel kräftiger wird, wenn man an einer Herzinsuffizienz leidet und regelmäßig in die Sauna geht. Und es gibt viele andere Diagnosen, die ebenfalls untersucht werden sollten“, erklärt Hans Hägglund gegenüber P4 Kalmar.