Sauna macht glücklich – Wärme wirkt antidepressiv

Gesundheit

2 protokoll

Seit Urzeiten nutzen wir Menschen die Kraft der Wärme, um körperliche und seelische Leiden zu lindern. Neuesten Studien zufolge wirken sich regelmäßige Saunabäder messbar positiv auf den Serotoningehalt im Blut aus.

iStock_000030029258Medium-web

Angesichts zunehmender stressbezogener Erkrankungen wie Burn-out oder Depression interessieren sich mehr und mehr Forscher für den Zusammenhang zwischen einer erhöhten Körpertemperatur und der Gesundheit. Christopher Lowry, Wissenschaftler an der University of Colorado, berichtet nun über bahnbrechende Erkenntnisse zum Zusammenhang zwischen Wärme und Wohlbefinden.

„Intuitiv wissen wir alle, dass uns Wärme guttut, und dies war der Ausgangspunkt für unsere Forschung“, so Lowry zum Colorado Arts and Sciences Magazine.

Lowry hat in seiner Forschungsarbeit eine Gruppe von Neuronen im Gehirn identifiziert, die bei einer erhöhten Körpertemperatur vermehrt Serotonin ausschütten. Serotonin ist ein sogenannter körpereigener Neurotransmitter, der unsere Stimmung und unser Verhalten beeinflusst. Die Wirkweise nahezu aller Antidepressiva beruht darauf, dass sie das Serotoninsystem aktivieren.

„Instinktiv verknüpfen die meisten Menschen Wärme mit Wohlbefinden, das gilt für das Sonnenbad am Strand ebenso wie für ein Bad im Whirlpool oder in der Sauna. Mir gefällt Wissenschaft, wenn sie einen praktischen Bezug hat und den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung erklärt“, meint Lowry zum Colorado Arts and Sciences Magazine.

Die genauen Vorgänge im Körper müssen noch anhand weiterer Studien erforscht werden, doch die Wissenschaftler in Lowrys Team haben bereits eine Vermutung.

„Unserer Ansicht nach besteht eine Verbindung zwischen dem System, das zur Abkühlung des Körpers aktiviert wird, und dem Gefühl der Entspannung und des Wohlbefindens“, erklärt er.